• Das Prädikat als "Satzkönig"
  • michael.otto@posteo.de
  • 27.03.2022
  • Deutsch
  • Sprachwissen
  • R (Regelstandard)
  • 7
  • Einzelarbeit
  • Information
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Jeder deutsche Satz besteht aus Satzgliedern. Du kennst schon Subjekt, Prädikat (einteilig oder mehrteilig), Objekt (Genitiv-, Dativ-, Akkusativobjekt u. a.) und einige Adverbiale (lokal, temporal, kausal, modal).


Aber warum gib es in manchen Sätzen mehr Satzglieder neben dem Prädikat als in anderen?

Beispiele

- Beispiel 1: Merlin zaubert. (WER zaubert? - PRÄDIKAT)
= In Sätzen mit zaubern muss mindestens ein Subjekt (WER?) stehen.


- Beispiel 2: Merlin verzaubert das Schwert. (WER verzaubert WEN?)
= In Sätzen mit verzaubern muss mindestens ein Subjekt (WER?) + ein Akkusativobjekt (WEN?) stehen.


- Beispiel 3: Merlin gibt Artus das Schwert. (WER gibt WEM WEN/WAS?)
= In Sätzen mit geben muss mindestens ein Subjekt (WER?) + Dativobjekt (WEM?) + ein Akkusativobjekt (WEN/WAS?) stehen

Gegenbeispiele

Wir merken, dass die Satzglieder vom Prädikat abhängen, wenn wir sie einmal weglassen.
Das klingt dann falsch:

- Gegenbeispiel 1: Zaubert. (Es fehlt das Subjekt: WER|WAS? zaubert.)


- Gegenbeispiel 2: Merlin verzaubert. (Es fehlt das Akkusativobjekt: WEN|WAS? verzaubert Merlin.)


- Gegenbeispiel 3: Merlin gibt Artus. (Es fehlt das Akkusativobjekt: WEN|WAS? gibt Merlin Artus.)

Ich beherrsche mind. ein Subjekt!

Satzkönig "zaubern".

Das Prädikat ist also der Satzkönig und der Satz sein Königreich.

Ich beherrsche mind. ein Subjekt + Dativobjekt + Akkusativobjekt!

Satzkönig "geben".

Ich beherrsche mind. ein Subjekt + Akkusativobjekt!

Satzkönig "verzaubern".
Das Prädikat - der Herrscher des Satzes

- Das Prädikat beherrscht den Satz
- Es bestimmt, wie viele Subjekte und Objekte es mindestens geben muss und in welchem Kasus (Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ) diese Satzglieder stehen müssen.