- Frottage - Was ist das eigentlich?
- maris.sandbote
- 21.02.2026
- Bildende Kunst
- R (Regelstandard)
- 4, 5, 6, 7
- Inputmaterial
Was ist Frottage?
Frottage (französisch für „abreiben“) ist eine faszinierende Zeichentechnik, bei der durch das Abreiben von strukturierten Oberflächen magische Muster und Texturen entstehen. Doch was genau ist eine Struktur? Eine Struktur ist alles, was eine sichtbare oder fühlbare Oberfläche hat – also Unebenheiten, Rillen, Erhebungen oder Muster. Das können raue Baumrinden, geprägte Münzen, gemusterte Stoffe oder sogar die Sohle deines Schuhs sein.
Der berühmte Künstler Max Ernst entdeckte diese Technik in den 1920er-Jahren. Er nutzte Frottage, um surreale Welten und geheimnisvolle Wesen zu erschaffen. Bei der Frottage wird ein Blatt Papier auf eine strukturierte Oberfläche gelegt und dann mit einem Stift oder einer Kreide vorsichtig abgerieben.
Warum ist Frottage besonders?
Frottage ist eine einfache, aber überraschende Technik, die jedem gelingt. Sie verbindet Zufall und Kreativität: Du weißt nie genau, was am Ende auf deinem Blatt erscheint! Diese Technik zeigt, dass Kunst nicht immer perfekt geplant sein muss – manchmal entstehen die schönsten Werke durch Experimentieren und Entdecken.
Max Ernst sagte einmal, dass Frottage ihm half, „das Unbewusste sichtbar zu machen“. Vielleicht entdeckst auch du in deinen Abreibungen Formen, die dich an etwas Bestimmtes erinnern – ein Gesicht, eine Landschaft oder ein Fantasiewesen?
Wo findest du Strukturen?
Überall um dich herum verstecken sich Oberflächen, die sich für Frottage eignen:
In der Natur: Baumrinde, Blätter, Steine oder Muscheln
Im Alltag: Münzen, Schlüssel, Reißverschlüsse oder Backformen
In Stoffen: Jeans, Spitzen, Flechtmuster oder Teppiche
Jede Oberfläche erzählt eine eigene Geschichte – welche möchtest du entdecken?

https://editor.mnweg.org/entdecken/dokument/frottage-was-ist-das-eigentlich


