• Wirtschaftsraum national vs. EU
  • Colinwilbat
  • 14.09.2023
  • WBS
  • R (Regelstandard), E (Expertenstandard)
  • Einzelarbeit, Partnerarbeit
  • Arbeitsblatt, Information, Inputmaterial
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Ju­gend­ar­beits­lo­sig­keit in Eu­ro­pa

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Input: Video

Wie du den QR-​Code scan­nen kannst

Öffne die Kamera-​App auf dei­nem iPho­ne und scan­ne den Code damit. Für An­droid suche im Play Store nach QR Code Se­cu­so. Diese App ist kos­ten­los und da­ten­schutz­freund­lich. Viel Er­folg!

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Schaue dir das Video (QR - Code) an und mache dir ei­ni­ge No­ti­zen!
  • Fasse für dich zu­sam­men, wel­che Ur­sa­chen und Grün­de im Video ge­nannt wer­den, warum
    so viele junge Spa­nie­rin­nen und Spa­ni­er ar­beits­los sind.
  • Er­läu­te­re wel­che Mög­lich­kei­ten es für junge Spa­nie­rin­nen und Spa­ni­er gibt, der Ar­beits­lo­sig­keit zu ent­kom­men. Wel­che Pro­ble­me siehst du hier­bei?
  • Er­klä­re, wieso im Falle von Spa­ni­en selbst ein Uni­ver­si­täts­abs­schluss nicht un­be­dingt die Chan­ce auf einen Ar­beits­platz er­höht!
  • Im Video wird gegen Ende der Be­griff „Le­bens­qua­li­tät“ ge­nannt.
    - Ver­set­ze dich in die Per­spek­ti­ve eines jun­gen ar­beits­lo­sen Spa­ni­ers: Was be­deu­tet für dich
    Le­bens­qua­li­tät?
    - Und nun für dich per­sön­lich: Was be­deu­tet „Le­bens­qua­li­tät“ für dich?
Die spa­ni­sche Flag­ge

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Sta­tis­tik

Sta­tis­tik (2014): Ju­gend­ar­beits­lo­sig­keit

Scan­ne den QR-​Code und schaue dir die Sta­tis­tik ein­mal ge­nau­er an!

Den Text musst du nicht lesen!

Was fällt dir im ers­ten Mo­ment auf, wenn du dir die Sta­tis­tik an­siehst?

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Grün­de für Ju­gend­ar­beits­lo­sig­keit

De­mo­gra­fi­sche Fak­to­ren:

Der de­mo­gra­fi­sche Wan­del spielt eben­falls eine Rolle bei der Ju­gend­ar­beits­lo­sig­keit in Spa­ni­en. Das Land hat eine al­tern­de Be­völ­ke­rung, was zu einem er­höh­ten Wett­be­werb um Ar­beits­plät­ze führt. Un­ter­neh­men be­vor­zu­gen oft er­fah­re­ne Ar­beits­kräf­te, was es für junge Men­schen schwie­ri­ger macht, eine An­stel­lung zu fin­den.

Wirt­schaft­li­che Krise:

Eine der Haupt­ur­sa­chen für die hohe Ju­gend­ar­beits­lo­sig­keit in Spa­ni­en ist die Wirt­schafts­kri­se, die das Land in den letz­ten Jah­ren heim­ge­sucht hat. Die Krise führ­te zu einem Rück­gang der In­ves­ti­tio­nen, dem Zu­sam­men­bruch vie­ler Un­ter­neh­men und einem An­stieg der Ar­beits­lo­sig­keit ins­ge­samt. Junge Men­schen waren von den Aus­wir­kun­gen be­son­ders be­trof­fen, da sie oft we­ni­ger Er­fah­rung und ge­rin­ge­re Qua­li­fi­ka­tio­nen haben.

Struk­tu­rel­le Pro­ble­me:

Dazu ge­hö­ren ein star­rer Ar­beits­markt, der es für Un­ter­neh­men schwie­rig macht, neue Mit­ar­bei­ter ein­zu­stel­len, sowie eine hohe Zahl be­fris­te­ter Ar­beits­ver­trä­ge. Die un­si­che­re Be­schäf­ti­gungs­si­tua­ti­on er­schwert jun­gen Men­schen, eine lang­fris­ti­ge Kar­rie­re­pla­nung.

Mis­match zwi­schen Aus­bil­dung und Ar­beits­markt:

Ein wei­te­rer wich­ti­ger Fak­tor ist das Pro­blem des so­ge­nann­ten Mis­match zwi­schen der Aus­bil­dung, die junge Men­schen er­hal­ten, und den An­for­de­run­gen des Ar­beits­mark­tes. Oft­mals sind die er­lern­ten Fä­hig­kei­ten nicht aus­rei­chend, um den Be­dürf­nis­sen der Un­ter­neh­men ge­recht zu wer­den. Dies führt dazu, dass viele Ab­sol­ven­ten Schwie­rig­kei­ten haben, eine an­ge­mes­se­ne Be­schäf­ti­gung zu fin­den.

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Was un­ter­nimmt die EU?

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Hier wer­den vier Maß­nah­men der EU ge­nannt. Setze die rich­ti­gen Ar­ti­kel! Be­ach­te dabei die Groß- und Klein­schrei­bung!
Flexibilisierung des Arbeitsmarktes
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Förderung Unternehmertum
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Internationale Zusammenarbeit
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Verbesserung des Ausbildungssystems
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  • Verbesserung des Ausbildungssystems: Es ist wich­tig, die Aus­bil­dungs­sys­te­me an die Be­dürf­nis­se des Ar­beits­mark­tes an­zu­pas­sen und den jun­gen Men­schen die er­for­der­li­chen Fä­hig­kei­ten und Kennt­nis­se zu ver­mit­teln.
  • Förderung Unternehmertum: Schaf­fung eines güns­ti­gen Um­fel­des für junge Un­ter­neh­mer kön­nen dazu bei­tra­gen, neue Ar­beits­plät­ze zu schaf­fen.
  • Flexibilisierung des Arbeitsmarktes: Eine Re­form des Ar­beits­mark­tes, um mehr Fle­xi­bi­li­tät zu er­mög­li­chen, könn­te es Un­ter­neh­men er­leich­tern, neue Mit­ar­bei­ter ein­zu­stel­len und die Be­schäf­ti­gungs­chan­cen für junge Men­schen zu ver­bes­sern.
  • Internationale Zusammenarbeit: Eine ver­stärk­te Zu­sam­men­ar­beit mit an­de­ren Län­dern und die För­de­rung von Aus­tausch­pro­gram­men kön­nen den jun­gen Men­schen neue Mög­lich­kei­ten er­öff­nen und ihre Be­schäf­ti­gungs­aus­sich­ten er­hö­hen.
Die eu­ro­päi­sche Ju­gend­ga­ran­tie

Die Eu­ro­päi­sche Ju­gend­ga­ran­tie ist eine Idee der Eu­ro­päi­schen Union, um jun­gen Men­schen unter 25 Jah­ren bei der Ar­beits­su­che zu hel­fen. Sie be­gann 2013, um Ju­gend­ar­beits­lo­sig­keit in EU-​Ländern zu be­kämp­fen.



Die Ju­gend­ga­ran­tie be­deu­tet, dass alle jun­gen Men­schen in­ner­halb kur­zer Zeit An­ge­bo­te für Ar­beit, Aus­bil­dung, Prak­ti­ka oder Hilfe bei der Grün­dung eines ei­ge­nen Un­ter­neh­mens er­hal­ten soll­ten.



Die Ziele der Ju­gend­ga­ran­tie sind: Ers­tens, junge Men­schen früh­zei­tig in Jobs zu brin­gen, um ihre Er­fah­rung zu stei­gern. Zwei­tens, zu ver­hin­dern, dass sie lang­fris­tig ar­beits­los blei­ben. Drit­tens, junge Men­schen vor Armut zu schüt­zen.



Jedes EU-​Land er­stellt einen Plan, um die Ju­gend­ga­ran­tie um­zu­set­zen. Sie ar­bei­ten mit Schu­len, Un­ter­neh­men und Ar­beits­äm­tern zu­sam­men.



Die EU hilft den Län­dern dabei, indem sie Geld aus einem So­zi­al­fonds gibt. Sie för­dert den Aus­tausch von er­folg­rei­chen Ideen zwi­schen den Län­dern.



Die Eu­ro­päi­sche Ju­gend­ga­ran­tie will jun­gen Men­schen in Eu­ro­pa bes­se­re Chan­cen für Ar­beit und Kar­rie­re geben. Sie kämpft gegen Ju­gend­ar­beits­lo­sig­keit und will jun­gen Men­schen eine bes­se­re Zu­kunft er­mög­li­chen.











So­zi­al­fond

Ein So­zi­al­fond ist ein Fi­nanz­in­stru­ment, das Geld­mit­tel sam­melt und für so­zia­le Pro­gram­me und Hilfs­maß­nah­men ver­wen­det, um be­dürf­ti­gen Men­schen und Ge­mein­schaf­ten Un­ter­stüt­zung und so­zia­le Ab­si­che­rung zu bie­ten.

Un­kla­re Be­grif­fe?

Video zum Text

Schaue dir das Video zur Ju­gend­ga­ran­tie an, das hilft dir, das Thema zu ver­ste­hen!

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Schaue dir die Sta­tis­tik und die Texte an und be­ar­bei­te fol­gen­de Auf­ga­ben:
  • Die Sta­tis­tik ist aus dem Jahr 2018. Re­cher­chie­re nach neue­ren Sta­tis­ti­ken und ver­glei­che die Er­geb­nis­se mit­ein­an­der. Was fällt dir auf?
  • Über­le­ge, ob die Maß­nah­men der EU er­folg­reich waren? Be­grün­de deine Über­le­gun­gen.
  • Nenne die Schrit­te, wel­che die EU gegen Ju­gend­ar­beits­lo­sig­keit un­ter­nom­men hat.
Tipp:

Sta­tis­ti­ken aus 2020 und 2021 könn­ten auf­grund der COVID 19 Pan­de­mie nicht ziel­füh­rend sein!

Sta­tis­ti­ken Fin­den

Web­sites wie STA­TIS­TA bie­ten gute Sta­tis­ti­ken an. Re­cher­chie­re!

Nutze den Text bzw. die Audio als Grund­la­ge.

Au­dio­book (Sound zum Text)

Keine Mo­ti­va­ti­on den Text zu lesen? Scan­ne den QR Code und höre dir den Text als Audio an!

Bei­spiel 1) Die Firma BASF in Lud­wigs­burg bil­det junge Spa­ni­er aus

In die­sem Text er­fährst du, wel­che Per­spek­ti­ven junge Spa­ni­er in Deutsch­land haben, wenn sie hier eine Aus­bil­dung ab­sol­vie­ren.

Die Firma BASF stellt ver­schie­de­ne Che­mi­ka­li­en und Pro­duk­te her, die in vie­len All­tags­ge­gen­stän­den und In­dus­trie­pro­zes­sen ver­wen­det wer­den.



Quel­le: https://www.swr.deswrak­tu­ellrheinland-​pfalzlud­wigs­ha­fenbasf-10-​jahre-ausbildungskooperation-spanien-100.html (2022)

Bei­spiel 2) Auch die Firma BOSCH bil­det junge Men­schen aus Süd-​europa aus

Auch an­hand der Firma BOSCH, die eine brei­te Pa­let­te an Tech­no­lo­gie­pro­duk­ten pro­du­ziert, en­ga­giert sich junge Spa­ni­er in Deutsch­land aus­zu­bil­den.

Dass es dabei Schwie­rig­kei­ten geben kann er­fährst du in die­sem Text!



Quel­le: https://www.stuttgarter-​nachrichten.de/in­halt.spanische-​azubis-bei-bosch-perspektive-im-kalten-deutschland.c8856462-056c-4e8c-bb95-accb7a56a019.html (2018)

Kannst du dir auch vor­stel­len, dass klei­ne­re Fir­men (Fa­mi­li­en­be­trie­be) aus­bil­den?

Wel­che gro­ßen Fir­men gibt es in dei­ner Nähe? Weißt du, ob diese auch aus­bil­den?

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Dis­kus­si­on: Finde einen Lern­part­ner und be­ar­bei­tet die fol­gen­de Auf­ga­be:
  • Er­ar­bei­tet am Bei­spiel der Fir­men BASF und BOSCH Vor- und Nach­tei­le einer Aus­bil­dung jun­ger Spa­ni­er im eu­ro­päi­schen Aus­land.
Vor- und Nach­tei­le einer Aus­bil­dung jun­ger Spa­ni­er in Deutsch­land
Nach­teil
...
Vor­teil
Viele junge Spa­ni­er haben in ihrem Hei­mat­land keine guten Zu­kunfts­aus­sich­ten, daher ist es sinn­voll, sie in Deutsch­land aus­zu­bil­den.´!
Vor­teil
...
Nach­teil
Ver­las­sen junge Spa­ni­er das Land, droht die hei­mi­sche Wirt­schaft schwä­cher zu wer­den, daher soll­ten sie keine Aus­bil­dung in Deutsch­land ma­chen!

Be­grif­fe, die du ver­ste­hen soll­test:

Duale Aus­bil­dung



Eine duale Aus­bil­dung kom­bi­niert theo­re­ti­sches Wis­sen in der Be­rufs­schu­le mit prak­ti­scher Er­fah­rung im Be­trieb. Die Aus­zu­bil­den­den ver­brin­gen ab­wech­selnd Zeit in der Schu­le und im Be­trieb, um so­wohl theo­re­ti­sche Kennt­nis­se als auch prak­ti­sche Fä­hig­kei­ten zu er­ler­nen. Nach er­folg­rei­cher Ab­schluss­prü­fung er­hal­ten sie einen an­er­kann­ten Be­rufs­ab­schluss und haben gute Chan­cen auf eine be­ruf­li­che Kar­rie­re in ihrem ge­wähl­ten Fach­ge­biet.

Teil­zeit­ver­trag

Ein Teil­zeit­ver­trag ist eine Ver­ein­ba­rung zwi­schen einem Ar­beit­neh­mer und einem Ar­beit­ge­ber, bei der die ver­ein­bar­te wö­chent­li­che Ar­beits­zeit kür­zer ist als die eines Voll­zeit­be­schäf­tig­ten. Der Ar­beit­neh­mer ar­bei­tet also nur eine re­du­zier­te Stun­den­zahl pro Woche, was zu einem ent­spre­chend ge­rin­ge­ren Ge­halt im Ver­gleich zu einem Voll­zeit­be­schäf­tig­ten führt. Teil­zeit­ver­trä­ge bie­ten eine fle­xi­ble Ar­beits­mög­lich­keit und wer­den oft von Ar­beit­neh­mern ge­wählt, die an­de­re Ver­pflich­tun­gen haben oder eine aus­ge­wo­ge­ne Work-​Life-Balance an­stre­ben.









Grund­recht der Frei­zü­gig­keit

Das Grund­recht der Frei­zü­gig­keit für Eu­ro­pä­er be­zeich­net das Recht, sich in­ner­halb der Eu­ro­päi­schen Union frei zu be­we­gen, zu leben und zu ar­bei­ten. Es er­laubt den EU-​Bürgern, ohne Ein­schrän­kun­gen in einem an­de­ren EU-​Land zu stu­die­ren, zu ar­bei­ten oder zu woh­nen und dabei gleich­be­rech­tigt be­han­delt zu wer­den wie die Bür­ger des Gast­lan­des.

Er­in­nerst du dich an die vier Bin­nen­frei­hei­ten der EU?

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