• Aufnahme in die Gemeinschaft
  • MNWeG
  • 21.03.2022
  • Religion
  • M (Mindeststandard)
  • 5, 6
  • Einzelarbeit
  • Information
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Aufnahme ins Judentum

Bar Mitzwa eines jüdischen Jungen

Jüdische Jungen werden im Alter von 13 Jahren als vollwertiges Mitglied in die jüdische Gemeinde aufgenommen. Damit sind sie offiziell religionsmündig. Für sie gelten nun die gleichen Rechte und Pflichten wie für die Erwachsenen.

Ein jüdischer Junge feiert dies mit seiner Bar MItzwa, was übersetzt "Sohn der Pflicht" heißt. Darauf wird er durch Unterricht beim Rabbiner vorbereitet, zum Beispiel lernt er dort, die Tora auf hebräisch zu lesen. Die feierliche Aufnahme in die Gemeinde findet in der Synagoge statt.

Ab diesem Tag trägt der jüdische Junge die traditionelle Gebetskleidung und liest im Gottesdienst zum ersten Mal einen hebräischen Text aus der Tora vor.

Ein jüdisches Mädchen feiert bereits im Alter von 12 Jahren ihre Bat Mitzwa, sie ist dann eine "Tochter der Pflicht".

Im Judentum gibt es die Tradition, dass jüdische Jungen am achten Tag nach ihrer Geburt beschnitten werden. Dabei wird ihnen die Vorhaut an ihrem Penis entfernt.

Diese Tradition der Beschneidung wird auch Brit Mila genannt. Sie gilt als Zeichen für die Bestätigung des Bundes mit Gott.

Außerdem gut zu wissen:

Jeder Mensch, der eine jüdische Mutter hat, ist automatisch von Geburt an Jude.

Zu viel Text? Auf dem AB findest du einen Film zur Bar Mitzwa.

Aufnahme in den Islam

Nach der Lehre des Islam ist  jeder Mensch automatisch von Geburt an Muslim und in die Gemeinschaft mit aufgenommen. Bei vielen Jungs wird der Bund mit Gott durch die Beschneidung nochmal bestätigt.

Wer aus einer anderen Religion zum Islam übertreten möchte, spricht vor zwei Zeugen die  Schahada, also das Glaubensbekenntnis des Islam:

Wie für Juden ist auch für Muslime die Beschneidung ein Zeichen für ihren Bund mit Gott. Anders als im Judentum ist sie im Islam aber keine Pflicht, sondern eine Empfehlung des Propheten Mohammed.

"Es gibt keinen Gott außer Gott (= Allah)

und Mohammed ist sein Gesandter."

Aufnahme ins Christentum

Die Taufe im Christentum

Durch die Taufe werden Christen als neues Mitglied in ihre Glaubensgemeinschaft augenommen. Die Taufe ist ein Zeichen der Verbundenheit mit Gott.

Dem Kind wird bei der Taufe Weihwasser aus dem Taufbecken über die Stirn gegossen. Dann wird mit Chrisam-Öl von Pfarrer, den Eltern und den Taufpaten ein Kreuzzeichen auf die Stirn des Kindes gezeichnet. Stellvertretend für das Kind

bekennen die Eltern und Taufpaten ihren Glauben.

Erneuerung der Taufe:

Erstkommunion + Firmung

Erstkommunion: Ein Fest katholischer Christen

Mit ihrer Erstkommunion bestätigen katholische Kinder im Alter von ca. 9 Jahren zum ersten Mal selbst, dass sie an Gott und an die Katholische Kirche glauben.

Die Kinder bekommen in diesem speziellen Gottesdienst zum ersten Mal die Hostie. Im Kommunionunterricht werden sie auf diesen großen Tag vorbereitet.

Mit ca. 15 Jahren folgt für die katholischen Jugendlichen die Firmung. Firmung kommt vom lateinischen "firmare" und heißt "bestärken". Sie ist also die Bestätigung von Taufe und Kommunion und Zeichen der Verbundenheit mit Gott:

Wer nach wie vor von seinem Glauben überzeugt ist, kann seine Zugehörigkeit zur Kirche nun noch einmal neu bestätigen.  

Die Firmung ist die Vollendung der Taufe: Den Jugendlichen wird wie bei der Taufe mit Öl ein Kreuz auf die Stirn gezeichnet.

Erneuerung der Taufe: Konfirmation

Evangelische Christen feiern mit ca. 14 Jahren ihre Konfirmation. Ähnlich wie die Firmung bei den katholischen Christen geht es darum, die Taufe zu bestätigen - schließlich konnte man als Baby ja noch nicht für sich selbst sprechen. Die Jugendlichen bestätigen ihre Zugehörigkeit zur Kirche, sie sagen Ja zu ihrem Glauben und zur Verbundenheit mit Gott.