Das lyrische Ich

Das ly­ri­sche Ich

Wenn wir Ge­dich­te lesen, gibt es oft eine Per­son, die darin spricht. Diese Per­son nennt man

ly­ri­sches Ich. Aber Ach­tung! Das ly­ri­sche Ich ist nicht der Dich­ter selbst. Es ist nur eine

er­fun­de­ne Stim­me, die uns ihre Ge­dan­ken und Ge­füh­le mit­teilt. Das ly­ri­sche Ich kann trau­rig oder fröh­lich sein, mutig oder ängst­lich – je nach­dem, was das Ge­dicht er­zählt.



Zum Bei­spiel:



Ich tanze fröh­lich durch den Regen,

spüre Trop­fen sanft, ein Segen!

Mein Herz, es lacht, ich fühl mich frei,

als könnt ich flie­gen, als ob‘s so sei.





Hier spricht das ly­ri­sche Ich, das durch den Regen tanzt. Wir wis­sen nicht, ob der Dich­ter das eben­falls getan hat.

MERKE

Das ly­ri­sche Ich und der Autor sind un­ter­schied­li­che Per­so­nen!



Du kannst das ly­ri­sche Ich mit einer Hand­pup­pe in einem The­a­ter­stück ver­glei­chen. Die Per­son da­hin­ter – der Autor oder die Au­torin – be­wegt sie und gibt ihr Worte, aber die Puppe ist nicht wirk­lich diese Per­son.

Das lyrische Ich

von MNWeG

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