• Lebensphase ALTER
  • MNWeG
  • 07.02.2024
  • AES
  • 9
  • Arbeitsblatt
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Im Alter gibt es keine auf­ein­an­der­fol­gen­den Pha­sen der Ent­wick­lung wie bei klei­nen Kin­dern. Die Al­ters­for­schung hat fest­ge­stellt, dass es im Alter große Un­ter­schie­de zwi­schen den Men­schen gibt. Diese zei­gen sich im kör­per­li­chen, see­li­schen, geis­ti­gen und so­zia­len Be­reich. In allen Le­bens­pha­sen ge­mein­sam steht das Be­dürf­nis, kom­pe­tent zu sein. Da­durch wird die per­sön­li­che Ent­wick­lung be­för­dert. Zur Kom­pe­tenz ge­hö­ren alle le­bens­prak­ti­schen Fä­hig­kei­ten und so­zia­len Fer­tig­kei­ten, die ein Mensch zur ge­lun­ge­nen Ge­stal­tung sei­nes Le­bens be­fä­higt.

Fähigkeiten

Steigerung möglich

weitgehende Erhaltung

häufige Veränderungen

körperliche

Geschicklichkeit

Widerstandsfähigkeit bei Dauerbelastung

Muskelkraft, Hörsinn Beweglichkeit, Sehvermögen, Tastsinn

geistige

Urteilsfähigkeit,

Ausdrucksvermögen,

positive Einstellung zu Arbeit

Allgemeinwissen,

Langzeitgedächtnis,

Lernfähigkeit

geistige Beweglichkeit,

Reaktionsvermögen,

Abstraktionsvermögen,

Kurzzeitgedächtnis

psychische

Kommunikationsfähigkeit,

Beständigkeit

Aufmerksamkeit,

Konzentrationsfähigkeit, Widerstandsfähigkeit

psychische Belastbarkeit,

Risikobereitschaft

soziale

Teamfähigkeit,

Verantwortungsbewusstsein,

Zuverlässigkeit

Bedürfnis nach Nähe



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Fülle den Lückentext mit den passenden Begriffen aus.
eigenständig
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erhalten
2x
gesund
1x
gleich
1x
nachlassen
1x
steigern
2x
Unterschiede
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verschlechtern
1x
  • Im Alter gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Menschen. Je nach dem, welche Erfahrungen sie im Laufe ihres Lebens gemacht haben, sind sie im Alter unterschiedlich gesund und eigenständig. Manche Eigenschaften können sich steigern, während andere Eigenschaften eher nachlassen. Die Fähigkeit, eine positive Einstellung zur Arbeit zu haben, kann sich steigern. Das Reaktionsvermögen und das Kurzzeitgedächtnis hingegen können sich verschlechtern. Bei vielen älteren Menschen bleibt das Bedürfnis nach Nähe weitgehend erhalten. Auch das Allgemeinwissen und die Konzentrationsfähigkeit bleiben erhalten. Man kann also nicht sagen, dass alle Menschen gleich älter werden.

Viele Men­schen be­mer­ken mit 60, 70 oder 75, dass sie den All­tag  

an­ders er­le­ben. Die Ver­än­de­run­gen im Ge­fühls­haus­halt (Psy­che) sind  

in­di­vi­du­ell ver­schie­den, aber durch drei Grund­li­ni­en cha­rak­te­ri­siert:



  • Die Aus­schlä­ge zwi­schen ent­ge­gen­ge­setz­ten emo­tio­na­len Polen                                          wer­den klei­ner, also zwi­schen him­mel­hoch jauch­zend und tief be­trübt.
  • Cha­rak­ter­ei­gen­schaf­ten und Per­sön­lich­keits­merk­ma­le, die die                                               Per­son schon als jun­gen Men­schen aus­zeich­ne­ten, ver­stär­ken sich.
  • In­tro­ver­tier­tes, also ab­schir­men­des, zö­gern­des Ver­hal­ten nimmt eher                                        zu, wäh­rend of­fe­nes Ver­hal­ten eher ab­nimmt.



Die Ver­än­de­run­gen der Emo­tio­na­li­tät des al­tern­den Men­schen wer­den lei­der oft ver­zerrt wahr­ge­nom­men, näm­lich als „Abbau“ in  Rich­tung De­pres­si­on, Trau­rig­keit und Un­zu­frie­den­heit mit dem Leben. „Wie könn­te es an­ders sein, wenn man den lang­sa­men 'Ver­fall’ des ei­ge­nen Kör­pers mit­er­lebt?“, wer­den sich viele junge Men­schen fra­gen. Diese Per­spek­ti­ve ist je­doch ir­re­füh­rend.

Rich­tig ist, dass die Zu­frie­den­heit mit Ge­sund­heit und auch Se­xua­li­tät mit zu­neh­men­dem Alter ab­nimmt, wie eine re­prä­sen­ta­ti­ve Be­fra­gung von 2000 Frau­en und Män­nern aus dem Jahr 2012 zeigt. Ent­schei­dend ist aber auch, dass in an­de­ren Be­rei­chen wie Woh­nen und Fi­nan­zen sowie bei Män­nern in der Part­ner­schaft die Zu­frie­den­heit im Alter steigt. Ins­ge­samt bleibt des­halb die Le­bens­zu­frie­den­heit bis ins hohe Alter weit­ge­hend kon­stant und er­fährt erst kurz vor dem Tod einen Ein­bruch.

Wich­tig für diese Sta­bi­li­tät sind so­zia­le und per­sön­li­che Res­sour­cen. Da­ge­gen be­dro­hen Ar­beits­lo­sig­keit, ge­rin­ges Ein­kom­men, feh­len­de feste Part­ner­schaft, so­zia­le Iso­la­ti­on, Per­sön­lich­keits­merk­ma­le wie Per­fek­tio­nis­mus, star­ke Leis­tungs­ori­en­tie­rung und eine ne­ga­ti­ve Selbst­ein­schät­zung und -​wahrnehmung die Le­bens­zu­frie­den­heit im Alter.

Zufriedenheit steigt bei…

Zufriedenheit lässt nach bei…

Wohnen

Sexualität

Finanzen

Gesundheit

Partnerschaft



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Wie kann ein zu­frie­de­nes Leben im Alter ge­lin­gen? Be­schrei­be mit­hil­fe des Tex­tes.
Lösung2
Wie kann ein zu­frie­de­nes Leben im Alter ge­lin­gen? Be­schrei­be mit­hil­fe des Tex­tes.
Sta­bi­li­tät, so­zia­le und per­sön­li­che Res­sour­cen, keine Ar­beits­lo­sig­keit, ge­nü­gend Ein­kom­men, feste Part­ner­schaft, so­zia­le In­te­gra­ti­on, gute Per­sön­lich­keits­merk­ma­le, keine Leis­tungs­ori­en­tie­rung, po­si­ti­ve Selbst­ein­schät­zung und -​wahrnehmung, die Le­bens­zu­frie­den­heit im Alter.
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