• PRÜFUNGSBLATT: Finanzmanagement im privaten Haushalt
  • MNWeG
  • 07.02.2024
  • AES
  • 10
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recht­li­che Vor­aus­set­zung



  • 18 Jahre alt
  • fes­ter Wohn­sitz
  • Kre­dit­wür­dig­keit (Schufa-​Anfrage)
  • Si­cher­hei­ten
  • ge­re­gel­tes Ein­kom­men

Grün­de

- hohe Kon­sum­aus­ga­ben

- man­geln­de Ei­gen­ver­ant­wor­tung

- schlech­te Vor­bil­der

- wenig Kennt­nis­se

Ein­kom­men

Alle re­gel­mä­ßi­gen Ein­nah­me­quel­len: Ge­halt, Ein­nah­men aus Ver­mie­tun­gen, Trans­fer­ein­künf­te (z.B. Kin­der­geld, So­zi­al­hil­fe, Wohn­geld, ...), Ta­schen­geld, Ne­ben­job.

Zu­sätz­li­che Ein­nah­men: Geld­an­la­gen in Ak­ti­en, Bau­spar­ver­trag be­spa­ren (=Zins­ein­künf­te aus Ka­pi­tal­an­la­gen), Geld­ge­schen­ke. Sind nicht immer gleich hoch.

Va­ria­ble und feste Aus­ga­ben

Feste Aus­ga­ben (=fix): Be­trä­ge, die man jeden Monat immer in glei­cher Höhe aus­gibt: Miete, Ne­ben­kos­ten, Te­le­fon/ In­ter­net, GEZ, Strom, Müll, Sozial-​versicherungen, pri­va­te Ver­si­che­run­gen, Trans­port. Aus­ga­ben für Klei­dung, Frei­zeit, grö­ße­re An­schaf­fun­gen, Schul­ma­te­ri­al oder Le­bens­mit­tel sind da­ge­gen va­ria­ble Aus­ga­ben, da man mal mehr oder mal we­ni­ger für sol­che Dinge aus­gibt. Man nennt all diese Aus­ga­ben auch Le­bens­un­ter­hal­tungs­kos­ten.

Der Kre­dit

Geld, das von einem Kre­dit­ge­ber (= Gläu­bi­ger) ge­lie­hen wird i.d.R. der Bank. Muss mit Zin­sen zu­rück­be­zahlt wer­den. Hilft, zah­lungs­fä­hig zu blei­ben (= li­qui­de) und grö­ße­re An­schaf­fun­gen zu fi­nan­zie­ren.

Das Haus­halts­buch

Über­sicht­li­che Do­ku­men­ta­ti­on von

Ein­nah­men und Aus­ga­ben.Vor­tei­le:



- be­wuss­ter Um­gang mit Geld

- Über­blick über Kon­sum­aus­ga­ben be­hal­ten

- Käufe re­flek­tie­ren, Aus­ga­ben steu­ern/re­du­zie­ren

- Geld spa­ren

- auf Wün­sche/ grö­ße­re An­schaf­fun­gen hin­ar­bei­ten

- Ver­schul­dung und Über­schul­dung ver­mei­den.

Grün­de einer Ver­schul­dung
  • kein Über­blick über Ein­nah­men und Aus­ga­ben
  • zu hohe Kon­sum­aus­ga­ben
  • ver­steck­te Fol­ge­kos­ten
  • bar­geld­lo­ser Zah­lungs­ver­kehr: geht sehr schnell, Über­blick fehlt oft
  • Abo­kos­ten
  • Kre­dit­auf­nah­me
Über­schul­dung

Ver­schul­det ist eine Per­son, so­bald sie Schul­den hat. Wenn sie die Schul­den nicht mehr aus ei­ge­ner Kraft zu­rück­be­zah­len kann, spricht man von Über­schul­dung. Zum Til­gen der Schul­den wer­den neue Kre­di­te auf­ge­nom­men, die zu neuen Kos­ten füh­ren (=Schulden-​spirale). Grün­de sind auch Schick­sals­schlä­ge wie z.B. Krank­heit, Ar­beits­ver­lust, Tod.

Schul­den Ju­gend­li­cher

- On­line­händ­ler

- Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons­fir­men

- Fit­ness­stu­dio

- Ver­sand­händ­ler

Wege aus der Über­schul­dung

- Schuld­ner­be­ra­tung

- Pri­vat­in­sol­venz

15 Tipps für gutes Fi­nanz­ma­nage­ment



1. Haus­halts­buch füh­ren

2. Kon­to­stand im Blick be­hal­ten

3. Kon­to­aus­zü­ge che­cken

4. nur so viel aus­ge­ben wie man hat

5. keine Schul­den ma­chen/ Konto über­zie­hen

6. Ein­tei­len des Gel­des am Mo­nats­an­fang

7. Vor­sicht beim bar­geld­lo­sen Ein­kauf

8. keine Spon­tan­käu­fe: Brau­che ich es wirk­lich?

9. für etwas an­spa­ren statt Schul­den ma­chen

10. In­ves­tie­ren in z.B. Aus­bil­dung zahlt sich aus

11. Vor­sicht bei Fol­ge­kos­ten

12. Vor­sicht bei Online-​Käufen

13. Vor­sicht bei ABO-​Abschlüssen

14. Brie­fe immer öff­nen

15. Schul­den schnell be­glei­chen

So­li­dar­ge­mein­schaft

Zu­sam­men­schluss von Men­schen, der einem an­de­ren Men­schen aus­hilft, wenn die­ser in Not gerät. Prin­zip von Ver­si­che­run­gen. Jeder, der die Ver­si­che­rung ab­schließt, zahlt Bei­trä­ge (=Prä­mie). Mit dem Geld hilft die Ver­si­che­rung Men­schen aus, die in Not ge­ra­ten sind. Ri­si­ko, in einer Not­si­tua­ti­on al­lein da­zu­ste­hen und sich mög­li­cher­wei­se zu ver­schul­den, wird mi­ni­miert.

Der Staat han­delt auch so­li­da­risch, indem er Bür­ger mit fi­nan­zi­el­len Mit­teln un­ter­stützt: Ar­beits­lo­sen­geld, Kin­der­geld, Wohn­geld, ...

Individualversiche-​
run­gen

Sind frei­wil­li­ge,

zu­sätz­li­che Ver­si­che­run­gen (siehe unten). Je nach Le­bens­pha­se soll­te man über­prü­fen, wel­che Ver­si­che­rung be­nö­tigt wird und sich vor einem Ab­schluss gut er­kun­di­gen.

So­zi­al­ver­si­che­run­gen

Sind ge­setz­lich vor­ge­schrie­ben und wer­den di­rekt vom Lohn ab­ge­zo­gen. Sie si­chern ein Exis­tenz­mi­ni­mum in Not­fäl­len.

- Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung

- Kran­ken­ver­si­che­rung

- Pfle­ge­ver­si­che­rung

- Ren­ten­ver­si­che­rung

- Un­fall­ver­si­che­rung

Ri­si­ken

- Ver­ur­sa­chen von Schä­den

- Be­rufs­un­fä­hig­keit

- Ein­bruch

- Rechts­streit

- Pfege

- Krank­heit

- Tod

- Un­fall

Pri­va­te Unfall-​versicherung: Schütz auch im pri­va­ten Leben, wenn man einen Un­fall hat (nicht nur be­ruft­lich). Das Ri­si­ko ist hier viel höher, sich zu ver­let­zen.

Privathaftpflicht-​versicherung:

Wer einem an­de­ren Scha­den zu­fügt (Personen-​, Sach-, Vermögens-​schäden), muss dafür in vol­ler Höhe auf­kom­men. Da es den fi­nan­zi­el­len Ruin be­deu­ten kann, ist diese Ver­si­che­rung für jeden not­wen­dig. Kin­der sind bis nach der Aus­bil­dung über die El­tern ver­si­chert.

Hausrat-​versicherung: Wenn man eine Woh­nung hat, schützt diese Ver­si­che­rung bei Feuer, Wasser-​schäden, Sturm, Hagel und Dieb-​stählen. Die Versicherungs-​summe rich­tet sich nach den An­schaf­fungs­kos­ten des Haus­ra­tes (Möbel, Klei­der, Elek­tro­nik, Wert­sa­chen,...).

Be­rufs­un­fä­hig­keit: Wenn man wegen einer Krank­heit oder einem Un­fall sei­nen Beruf nicht mehr aus­üben kann, springt diese Ver­si­che­rung ein. Somit kann ein ge­wis­ser Le­bens­stan­dard, über das Exis­ten­s­mi­ni­mum hin­aus, er­hal­ten blei­ben.

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