• PRÜFUNG: Lebensstile
  • MNWeG
  • 09.11.2021
  • AES
  • 10
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Lebensstil

Definiert die Art zu leben. Bei vielen derzeitigen Lebensstilen steht der Konsum im Vordergrund und das Handeln ist oft nicht nachhaltig. Durch die Entwicklung zu immer mehr Besitz und dem immer schneller Wegwerfen, verbrauchen, verschmutzen und zerstören wir zu viele Ressourcen. Damit zerstören wir nicht nur die Umwelt und unsere Lebensgrundlagen, sondern gefährden auch andere (ärmere) Menschen. Somit besteht ein Konflikt zwischen Lebensstil und Nachhaltigkeit, um auch folgenden Generationen ein Leben auf der Erde zu ermöglichen.

Handlungs-
bereiche
  • Energie
  • Ernährung
  • Mobilität
  • Konsum

Probleme des Konsums

- Ressourcen sind endlich

- Ressourcenverschwendung

- Wald und Boden wird zerstört

- Klimawandel

- Wasserverschmutzung

- Gesundheitsgefährdung

- enorme Mengen an Müll

- Flächenkonkurrenz

- Menschen werden ausgebeutet

- Leben auf Kosten von anderen v.a. der Entwicklungsländern

Warum wir konsumieren?

- wir messen unseren Wert im Konsum

- Identifikation mit der Konsumentenrolle

- die Wirtschaft möchte, dass wir mehr kaufen, damit sie mehr produzieren kann

- kalkulierter und gefühlter Wertverlust materieller Dinge

- Teufelkreis des Konsumenten aus Arbeit, Emotionen, Konsum, Geld

Endliche Ressourcen

Werden der Erde entnommen und sind irgendwann aufgebraucht. Dazu gehören fossile Rohstoffe (Erdöl, Kohle, Erdgas) und Metalle (z.B. Gold, Kupfer, Edelmetalle). Oft werden sie unter hoher Umweltbelastung und Verletzung von Sozialstandards gewonnen.

Erneuerbare Ressourcen

Bei nachhaltigem Handeln regenerieren sich diese Rohstoffe. Dazu gehören unbelebte Stoffe (Erde, Wind, Wasser) und nachwachsende Rohstoffe (Forst- und Landwirtschaftsprodukte wie Holz, Mais). Sie werden als Nahrung, Futtermittel und Energiequelle eingestzt.

Ökologischer Rucksack eines Handys

- enthält viele Metalle (Rodung von Wäldern, Verletzung Sozialstandards)

- langer Transportweg

- schlechtes Recycling (=Ressourcenverschwendung)

Flächennutzung der Erde
  • Siedlungsfläche 2%
  • Agrarfläche 39%?
  • Waldfläche 37%?
  • Umland (nicht nutzbar) 29%?
Flächennutzungskonkurrenz

Die Fläche auf der Erde ist begrenzt. Da die Bevölkerungszahl immer weiter zunimmt und unser Konsumbedürfnis immer weiter und schneller steigt, brauchen wir immer mehr Flächen für Wohnraum, Nahrung, Tierhaltung, Energie- und Güterproduktion. Dazu werden viele Wälder abgeholzt und immense Flächen unter fragwürdigen Bedingungen in ärmeren Ländern gekauft (Land-Grabbing). Auffallend hoch ist unsere Flächenbelegung durch Weideland und Tierfutteranbau für den steigenden Fleischbedarf. Schwellenländer ziehen mit zunehmnder Entwicklung und Wohlstand in ihren Bedürfnissen nach.  

Funktion des Waldes

- bindet CO2: wichtiger Kohlenstoffspeicher

- Holz für Bioenergiegewinnung

- Lebensraum für viele Tiere: Biodiversitätsschutz

- Lebensraum und Ernährungsbasis vieler Völker

- Schutz des Bodens vor Erosion und Abtragung

- Regulierung des Klimas

- Schutz des Trinkwassers

- Hochwasserschutz

Nachhaltige Flächennutzung

- bessere Verteilung der produzierten Menge (Hungerbekämpfung)

- Flächen nutzbar machen, die brach liegen oder degradiert (kaputt) sind (umstritten)

- Erhöhung der Flächenproduktivität momentan genutzter Flächen

- Züchtung/ Nutzung von Pflanzen, die auf salzhaltigen Böden wachsen und als Nahrungs-/ Futtermittel/ Energieträger nutzbar sind

- Neuentwicklung nutzen, um Impulse in z.B. Entwicklungsländer zu geben (Einhaltung Standards)

Sustainable Development Goals

17 nachhaltige Entwicklungsziele von 193 Ländern, die allen Menschen ein Leben in Würde, Freiheit und Frieden und einer intakten Umwelt ermöglichen wollen. Ziel Nr. 12 für nachhaltige/n Konsum und Produktion nimmt die Industrie, Wirtschaft und den Konsumenten gleichermaßen in die Verantwortung. Nur global gesehen und mit Beteiligung aller können wir etwas verändern. Wir müssen unser momentanes Handeln dringend ändern.  

Kreislaufwirtschaft

Ziel ist es, Ressourcen zu schonen und abfallarme, langlebige Produkte zu entwickeln. Wer Produkte herstellt, vermarktet, konsumiert, soll auch für die Vermeidung, Verwertung und Beseitigung der Abfälle Verantwortung übernehmen. Verwendete Ressourcen sollen im Warenkreislauf gehalten werden anstatt sie wegzuwerfen.

6 Überlegungen vor einem Kauf

  1. Schritt: Brauche ich es wirklich?
  2. Schritt: Kann ich es reparieren?
  3. Schritt: Kann ich es leihen?
  4. Schritt:  Entsorgung mitgedacht?
  5. Schritt: Konsumiere ich bewusst?
  6. Schritt: Was kann ich für das Klima tun?

Nachhaltiges Handeln

- Recycling: Abfälle trennen

- Plastik vermeiden

- Mehrwegprodukte verwenden

- Reparieren

- Handysammelboxen

- Repair Cafe

- Car-Sharing

- Tauschbörsen

- eBay Kleinanzeigen

- Fleischkonsum überdenken

- fairtrade Produkte kaufen

Alternative Lifestyles

- Minimalismus

- LOVOS

- LOHA

Vorteile

- Geld und Ressourcen sparen

- mehr Ruhe und Konzentration

- Fokussierung aufs Wesentliche

- mehr Zufriedenheit

- weniger Energieaufwand