• Appellative Texte - Aufruf/Appell Teil 2
  • Magdalena_Arnold
  • 28.01.2026
  • Deutsch
  • Schreiben
  • M (Mindeststandard)
  • 10
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Übung und Input

Worum geht´s hier? Einen Ap­pell/Auf­ruf in Form
  • einer Laut­spre­cher­durch­sa­ge

  • eines Blog­ein­trags

  • eines Bei­trags in der Schü­ler­zei­tung ver­fas­sen

Thema: Vom Ich zum Wir



Dir ist in letz­ter Zeit immer häu­fi­ger auf­ge­fal­len, dass an dei­ner Montes­so­ri­schu­le der Ge­mein­schafts­ge­dan­ke durch be­stimm­te Ver­hal­tens­wei­sen von Schü­ler*innen stark be­ein­träch­tigt wird. Du möch­test das än­dern, denn deine Schu­le steht ei­gent­lich für Zu­sam­men­halt und ge­gen­sei­ti­ge Un­ter­stüt­zung.



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Ver­fas­se daher als Kom­mu­ni­ka­ti­ons­lots*in eine Laut­spre­cher­durch­sa­ge, die die Schü­ler*innen dazu an­regt, aktiv und mit vol­lem Ein­satz zur För­de­rung einer ech­ten Ge­mein­schaft bei­zu­tra­gen. Nutze sprach­li­che und sti­lis­ti­sche Mit­tel des ap­pel­la­ti­ven Schrei­bens, um eine über­zeu­gen­de Wir­kung zu er­zie­len. Die Laut­spre­cher­durch­sa­ge soll die Schü­le­rin­nen emo­ti­o­nal an­spre­chen und sie dazu er­mu­ti­gen, ihr Ver­hal­ten im schu­li­schen Um­feld zu re­flek­tie­ren und po­si­tiv zu ver­än­dern. Um­fang 180 Wör­ter! Nimm deine Laut­spre­cher­durch­sa­ge als Audio auf und hole dir Feed­back von dei­nen Freund*innen! -> Selbst­kon­trol­le: Lö­sungs­vor­schlag im Deutsch­ord­ner
Was muss ich zum Lösen die­ser Auf­ga­be alles wis­sen und kön­nen?



  • Was ist ein Ap­pell? Wie funk­ti­o­niert „ap­pel­la­ti­ve Spra­che“?

  • Was sind sprach­li­che und sti­lis­ti­sche Mit­tel des ap­pel­la­ti­ven Schrei­bens und wie kann ich sie in einem Ap­pell in­te­grie­ren?

  • Was muss ich beim Ver­fas­sen einer Laut­spre­cher­durch­sa­ge (als Ap­pell) be­ach­ten?

  • Lies hier­zu im Stark Trai­ner 10 auf S. 15-16!

  • Schau dir zum Thema „rhe­to­ri­sche Mit­tel“ noch ein­mal den Input an -> Ka­te­go­rie Stil­mit­tel

  • Wie du rhe­to­ri­sche Mit­tel in einen Ap­pell in­te­grierst, hast du in der letz­ten Woche (ap­pel­la­ti­ve Spra­che in Brief bzw. E-​Mail) ge­lernt. Es gibt aber noch mehr Mög­lich­kei­ten Spra­che und Stil ge­zielt ein­zu­set­zen (über Wort­wahl, Satz­bau, Sprach­ebe­ne), wobei es auch Über­schnei­dun­gen mit rhe­to­ri­schen Mit­teln gibt. Mehr dazu auf der fol­gen­den Seite.

  • Lies die De­tails zur Laut­spre­cher­durch­sa­ge auf den fol­gen­den Sei­ten!

Sprach­li­che und sti­lis­ti­sche Mit­tel des ap­pel­la­ti­ven Schrei­bens

Sprach­li­che und sti­lis­ti­sche Mit­tel des ap­pel­la­ti­ven Schrei­bens zie­len dar­auf ab, die Leser oder Zu­hö­rer zu be­ein­flus­sen, sie zu einer be­stimm­ten Hand­lung zu be­we­gen oder ihr Den­ken in eine be­stimm­te Rich­tung zu len­ken. Im Fall einer Laut­spre­cher­durch­sa­ge, die zu mehr Ge­mein­schaft auf­ruft, sind diese Mit­tel be­son­ders wich­tig, um eine klare, mo­ti­vie­ren­de und über­zeu­gen­de Wir­kung zu er­zie­len.



Hier sind ei­ni­ge wich­ti­ge Mit­tel, die du beim ap­pel­la­ti­ven Schrei­ben ver­wen­den kannst:



1. Di­rek­te An­spra­che

Du sprichst die Ziel­grup­pe di­rekt an, meist mit „du“ oder „ihr“. Das schafft eine per­sön­li­che Be­zie­hung und macht die Nach­richt di­rek­ter und ein­dring­li­cher.

  • Bei­spiel: „Liebe Mit­schü­le­rin­nen und Mit­schü­ler, wir brau­chen euch alle, um etwas zu ver­än­dern!“



2. Im­pe­ra­tiv (Be­fehls­form)

Der Im­pe­ra­tiv for­dert eine Hand­lung auf und ist sehr di­rekt. Er wird oft in Ap­pel­len ver­wen­det, um den Leser oder Zu­hö­rer zu einer so­for­ti­gen Ak­ti­on zu be­we­gen.

  • Bei­spiel: „Seid für­ein­an­der da!“ oder „Zeigt, was in euch steckt!“



3. Rhe­to­ri­sche Fra­gen

Mit rhe­to­ri­schen Fra­gen regst du den Zu­hö­rer zum Nach­den­ken an, ohne eine Ant­wort zu er­war­ten. Sie brin­gen den Leser dazu, sich selbst in die Si­tu­a­ti­on ein­zu­bin­den.

  • Bei­spiel: „Wol­len wir nicht alle in einer Um­ge­bung ler­nen, in der sich jeder wohl­fühlt?“



4. Wie­der­ho­lun­gen

Wie­der­ho­lun­gen ver­stär­ken eine Bot­schaft und sor­gen dafür, dass sie im Ge­dächt­nis bleibt. Sie ma­chen den Ap­pell ein­dring­li­cher.

  • Bei­spiel: „Ge­mein­schaft – das ist, was uns stark macht. Ge­mein­schaft – das ist, was wir brau­chen.“



5. Po­si­ti­ve For­mu­lie­run­gen

Ap­pel­le klin­gen mo­ti­vie­ren­der, wenn sie po­si­tiv for­mu­liert sind. An­statt zu sagen „Hört auf, euch zu igno­rie­ren“, sag lie­ber „Lasst uns zu­sam­men­ar­bei­ten und ein­an­der un­ter­stüt­zen.“

  • Bei­spiel: „Ge­mein­sam kön­nen wir Gro­ßes er­rei­chen!“



6. Me­ta­phern und bild­haf­te Spra­che

Bil­der und Me­ta­phern ma­chen einen Ap­pell le­ben­dig und emo­ti­o­nal an­spre­chen­der. Sie hel­fen dabei, abs­trak­te Be­grif­fe wie „Ge­mein­schaft“ oder „Zu­sam­men­halt“ greif­bar zu ma­chen.

  • Bei­spiel: „Lass uns ein star­kes Netz aus Un­ter­stüt­zung und Re­spekt weben.“





Fort­set­zung...

7. Kon­di­ti­o­nal­sät­ze (wenn… dann)

Mit Kon­di­ti­o­nal­sät­zen kannst du eine Mög­lich­keit auf­zei­gen, die ein­tre­ten wird, wenn die Hand­lung be­folgt wird. Sie ver­mit­teln Hoff­nung und einen po­si­ti­ven Aus­blick.

  • Bei­spiel: „Wenn jeder von uns einen Schritt auf den an­de­ren zu­geht, dann kön­nen wir eine At­mo­sphä­re schaf­fen, in der sich jeder si­cher und re­spek­tiert fühlt.“



8. Ap­pel­la­ti­ve Ad­jek­ti­ve

Ver­wen­de po­si­ti­ve, mo­ti­vie­ren­de Ad­jek­ti­ve, um deine Auf­for­de­rung zu ver­stär­ken und ein Ge­fühl der Dring­lich­keit oder Wich­tig­keit zu er­zeu­gen.

  • Bei­spiel: „Lasst uns eine star­ke, echte Ge­mein­schaft schaf­fen.“



9. Ver­glei­che und Kon­tras­te

Ver­wen­dung von Ver­glei­chen oder Ge­gen­sät­zen macht die Wich­tig­keit des Ap­pells deut­lich.

  • Bei­spiel: „Ge­mein­schaft ist wie ein star­kes Team – jeder trägt dazu bei, dass wir ge­mein­sam er­folg­reich sind.“



10. Ap­pell an Werte

Ap­pel­lie­re an ge­mein­sa­me Werte und Ide­a­le, um die Zu­hö­rer zu mo­ti­vie­ren, weil sie sich mit die­sen Wer­ten iden­ti­fi­zie­ren kön­nen.

  • Bei­spiel: „An un­se­rer Schu­le geht es nicht nur um Wis­sen, son­dern auch um Re­spekt, Ver­ant­wor­tung und Un­ter­stüt­zung für­ein­an­der.“

Was will ich beim Ver­fas­sen einer Laut­spre­cher­durch­sa­ge be­ach­ten?

Beim Ver­fas­sen einer Laut­spre­cher­durch­sa­ge, die einen Ap­pell ent­hält, gibt es meh­re­re wich­ti­ge Punk­te zu be­ach­ten. Ziel ist es, die Zu­hö­rer zu mo­ti­vie­ren, eine be­stimm­te Hand­lung zu er­grei­fen oder ihr Ver­hal­ten zu än­dern.

Hier ist eine Über­sicht mit den we­sent­li­chen Aspek­ten, die du be­rück­sich­ti­gen soll­test, und wie du die AIDA-​Formel (Auf­merk­sam­keit, In­ter­es­se, De­si­re, Ak­ti­on) in den Ap­pell in­te­grie­ren kannst:



1. Ziel­grup­pe und Spra­che

  • Di­rek­te An­spra­che: Sprich die Zu­hö­rer di­rekt an (z.B. „Ihr, liebe Mit­schü­le­rin­nen und Mit­schü­ler“), um eine per­sön­li­che Ver­bin­dung her­zu­stel­len.

  • Ziel­grup­pen­ge­rech­te Spra­che: Ver­wen­de eine klare, ver­ständ­li­che und mo­ti­vie­ren­de Spra­che, die die Schü­ler an­spricht. Die Laut­spre­cher­durch­sa­ge soll­te nicht zu for­mal oder zu kom­plex sein.



Fort­set­zung...

2. Struk­tur

Eine Laut­spre­cher­durch­sa­ge soll­te eine klare Struk­tur haben, damit sie wirk­sam ist. Hier bie­tet sich die AIDA-​Formel an, um die Auf­merk­sam­keit zu ge­win­nen und einen ef­fek­ti­ven Ap­pell zu for­mu­lie­ren. Die klas­si­sche Struk­tur Ein­lei­tung - Haupt­teil - Schluss fin­dest du darin wie­der.



AIDA-​Formel:



  • A - Auf­merk­sam­keit: Zu­erst musst du die Zu­hö­rer auf dich auf­merk­sam ma­chen. Dies geht mit einer ein­gän­gi­gen, emo­ti­o­na­len oder in­ter­es­san­ten Ein­lei­tung.

    Bei­spiel: „Liebe Mit­schü­le­rin­nen und Mit­schü­ler, habt ihr schon mal dar­über nach­ge­dacht, was jeden Tag pas­siert, wenn wir un­se­re Plas­tik­fla­schen ein­fach weg­wer­fen oder Müll auf die Stra­ße wer­fen?“



  • I - In­ter­es­se: Im nächs­ten Schritt weckst du das In­ter­es­se, indem du das Thema wei­ter­führst und einen Bezug zu den Zu­hö­rern her­stellst. Hier kannst du ein Pro­blem oder eine Her­aus­for­de­rung auf­zei­gen, die du mit dei­nem Ap­pell an­spre­chen möch­test.

    Bei­spiel: „Jeden Tag lan­den Ton­nen von Plas­tik­müll in un­se­ren Oze­a­nen, und wir sehen die Fol­gen auf der gan­zen Welt: Tiere er­sti­cken an Plas­tik, die Natur lei­det, und un­se­re Zu­kunft ist ge­fähr­det.“



  • D - De­si­re (Wunsch): Jetzt er­weckst du den Wunsch oder das Be­dürf­nis, aktiv zu wer­den. Zeige, wie eine Ver­än­de­rung nicht nur der Ge­mein­schaft, son­dern auch den ein­zel­nen Schü­lern zu­gu­te­kom­men kann.

    Bei­spiel: „Stellt euch vor, wie viel bes­ser un­se­re Welt aus­se­hen könn­te, wenn wir alle un­se­re Ge­wohn­hei­ten än­dern wür­den. We­ni­ger Müll, sau­be­re­re Stra­ßen, ge­sün­de­re Natur – das alles liegt in un­se­rer Hand. Es ist noch nicht zu spät, einen Un­ter­schied zu ma­chen.“



  • A - Ak­ti­on: For­de­re die Zu­hö­rer am Ende di­rekt zu einer kon­kre­ten Hand­lung auf. Diese Auf­for­de­rung soll­te klar, ver­ständ­lich und leicht um­setz­bar sein.

    Bei­spiel: „Lasst uns ge­mein­sam Ver­ant­wor­tung über­neh­men! Re­du­ziert euren Plas­tik­ver­brauch, tragt euren Müll ord­nungs­ge­mäß weg und denkt daran, wie ihr im All­tag nach­hal­ti­ger leben könnt. Jeder von uns kann etwas be­we­gen – ge­mein­sam kön­nen wir viel er­rei­chen!“



3. Klar­heit und Kürze

  • Halte die Laut­spre­cher­durch­sa­ge kurz und prä­gnant. In der Regel soll­test du nicht län­ger als 1-2 Mi­nu­ten spre­chen. Eine zu lange Durch­sa­ge ver­liert schnell die Auf­merk­sam­keit der Zu­hö­rer. (Text­um­fang je nach Auf­ga­ben­stel­lung, hier: 180 Wör­ter!)

  • Ver­mei­de es, zu viele In­for­ma­ti­o­nen auf ein­mal zu ver­mit­teln. Kon­zen­trie­re dich auf das We­sent­li­che, um die Bot­schaft klar rü­ber­zu­brin­gen.



4. Emo­ti­o­na­le An­spra­che

  • Ap­pel­le funk­ti­o­nie­ren be­son­ders gut, wenn sie die Emo­ti­o­nen der Zu­hö­rer an­spre­chen. Ver­su­che, Bil­der und Ge­füh­le zu we­cken, die das An­lie­gen ver­stär­ken.

  • Bei­spiel: „Denkt an den Müll, der an den Strän­den liegt, und an die Tiere, die durch un­se­ren Ab­fall lei­den. Wir kön­nen das än­dern!“

Fort­set­zung...



5. Po­si­ti­ve For­mu­lie­run­gen

  • For­mu­lie­re deine Aus­sa­gen po­si­tiv. An­statt zu sagen, was nicht funk­ti­o­niert oder was falsch läuft, fo­kus­sie­re dich dar­auf, was du ver­än­dern möch­test und was die Schü­ler tun kön­nen, um etwas zu ver­bes­sern.

  • Bei­spiel: „Lasst uns ge­mein­sam dafür sor­gen, dass un­se­re Welt wie­der sau­be­rer und le­bens­wer­ter wird.“

6. Hand­lungs­auf­for­de­rung (Call-​to-​Action)

  • Die Laut­spre­cher­durch­sa­ge soll­te mit einer kla­ren Auf­for­de­rung zur Hand­lung enden. Dies könn­te eine kon­kre­te Auf­ga­be oder ein all­ge­mei­ner Auf­ruf sein.

  • Bei­spiel: „Macht mit und setzt ein Zei­chen für den Um­welt­schutz! Jeder Bei­trag zählt, und zu­sam­men kön­nen wir einen ech­ten Un­ter­schied ma­chen.“

Star­te hier mit dei­ner Laut­spre­cher­durch­sa­ge (Auf­ga­be 1):

Auf­ga­be 1 muss dei­ner Deutsch­lehr­kraft vor­ge­zeigt wer­den!



Un­ter­schrift Lern­be­glei­ter*in

Ein Ap­pell kann aber auch in Form eines Blog­bei­trags oder als Bei­trag in einer Schü­ler­zei­tung ver­fasst wer­den. Wo liegt der Un­ter­schied?

Der Un­ter­schied zwi­schen einer Laut­spre­cher­durch­sa­ge, einem Blog­bei­trag und einem Bei­trag in einer Schü­ler­zei­tung liegt vor allem in der Art der An­spra­che, dem Me­di­um, der Struk­tur und der Ziel­rich­tung. Das Thema kann durch­aus das­sel­be sein und den­noch kann ein an­de­rer Text ent­ste­hen. Hier erst ein­mal eine grobe Über­sicht über die Un­ter­schie­de:

Ap­pell als Blog­bei­trag

An­spra­che: In­for­mell, aber auch oft per­sön­lich. Im Blog hat der Autor mehr Frei­heit, einen lo­cke­re­ren Ton zu ver­wen­den, je nach Ziel­grup­pe (Schü­ler*innen). Der Im­pe­ra­tiv ist we­ni­ger häu­fig, statt­des­sen wird mehr im Ich- oder Wir-Stil ge­spro­chen, der den Le­se­rin­nen das Ge­fühl gibt, dass sie Teil einer Dis­kus­si­on sind.



  1. Me­di­um: Text­ba­siert und di­gi­tal – Blog­bei­trä­ge kön­nen ge­le­sen, kom­men­tiert und ge­teilt wer­den, was be­deu­tet, dass der Autor mehr Raum für Er­klä­run­gen, De­tails und Hin­ter­grün­de hat.

  2. Struk­tur: Der Blog­bei­trag kann län­ger und de­tail­lier­ter sein als eine Laut­spre­cher­durch­sa­ge, da er den Leser*innen die Mög­lich­keit gibt, sich mehr Zeit zu neh­men, um den Text zu lesen und dar­über nach­zu­den­ken. Eine gute Struk­tur ist trotz­dem wich­tig, aber der Text kann kom­ple­xe­re Ge­dan­ken und Ar­gu­men­te ent­hal­ten.

  3. Ziel: Auf­klä­rung und Dis­kus­si­on – Ein Blog­bei­trag will vor allem in­for­mie­ren, zum Nach­den­ken an­re­gen und ge­ge­be­nen­falls zu einer Dis­kus­si­on oder wei­te­rem Han­deln an­re­gen. Der Text kann auch als Ein­la­dung zur Re­fle­xi­on ver­stan­den wer­den, an­statt eine so­for­ti­ge Re­ak­ti­on zu for­dern. Achte hier aber immer genau auf die Auf­ga­ben­stel­lung!

Ap­pell als Bei­trag in einer Schü­ler­zei­tung

An­spra­che: Ähn­lich wie beim Blog­bei­trag, aber mit einem for­mel­le­ren Ton und einer stär­ke­ren jour­na­lis­ti­schen Struk­tur. Der Bei­trag rich­tet sich eben­falls an Schü­ler*innen, ist aber meist etwas ge­ord­ne­ter und pro­fes­si­o­nel­ler im Aus­druck, da er in einer of­fi­zi­el­len Schü­ler­zei­tung er­scheint. Die An­spra­che ist eher sach­lich, aber immer noch an­spre­chend.



  1. Me­di­um: Text­ba­siert (Print oder di­gi­tal) – Ein Zei­tungs­bei­trag kann so­wohl in einer ge­druck­ten Aus­ga­be als auch auf einer Web­sei­te er­schei­nen. Zei­tungs­ar­ti­kel sind ty­pi­scher­wei­se etwas län­ger als ein Blog­bei­trag und er­lau­ben es dem Autor, hin­ter­grün­di­ge In­for­ma­ti­o­nen zu lie­fern.

  2. Struk­tur: Der Bei­trag folgt einer klas­si­schen jour­na­lis­ti­schen Struk­tur, die oft mit einer Ein­lei­tung, einem Haupt­teil und einem Schluss be­steht. Die In­for­ma­ti­o­nen sind klar struk­tu­riert, und es wer­den oft auch Quel­len zi­tiert oder Bei­spie­le ein­ge­baut, um die Ar­gu­men­ta­ti­on zu stüt­zen.

  3. Ziel: In­for­mie­ren und an­re­gen – Der Bei­trag soll die Leser in­for­mie­ren, sie aber auch an­re­gen, über das Thema nach­zu­den­ken und selbst aktiv zu wer­den. Be­ach­te auch hier immer genau die Auf­ga­ben­stel­lung, was von dir ver­langt wird.

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Mit fol­gen­den wei­te­ren Auf­ga­ben im Stark Trai­ner 10 kannst du das Thema Ap­pell/Auf­ruf üben:

S. 67, Auf­ga­be 9 - Thema: Kin­der fürs Klima

S. 107, Auf­ga­be 9 - Thema: Öfter mal was Neues wagen - Mut tut gut!
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