- Appellative Texte - Brief und E-Mail
- Magdalena_Arnold
- 20.01.2026
- Deutsch
- Schreiben
- M (Mindeststandard)
- 10
Übung und Input
In einer Montessori-Schule steht das selbstbestimmte Lernen im Mittelpunkt – ein Lernkonzept, das euch als Schüler*innen dazu anregt, Verantwortung für euren eigenen Lernprozess zu übernehmen und euch aktiv mit den Themen auseinanderzusetzen, die euch interessieren. Doch gerade in einer sich ständig verändernden Welt ist es wichtig, immer wieder zu hinterfragen, wie wir das Lernen weiterentwickeln können, um noch besser auf eure Bedürfnisse und Wünsche einzugehen.
Verfasse eine E-Mail an die Schulleitung, in der du drei Ideen vorbringst und argumentierst, warum sie unbedingt umgesetzt werden sollten. Verwende appellative Sprache und rhetorische Mittel, um noch mehr überzeugen zu können! Umfang ca. 180 Wörter.
Was ist ein Appell? Wie funktioniert
appellative Sprache
?Was sind rhetorische Mittel und wie kann ich sie in einen Appell integrieren?
Was muss ich beim Verfassen einer sachlichen E-Mail beachten?
Wie schreibe ich einen Appell in einer sachliche E-Mail?
Lies hierzu im Stark Trainer 10 auf S. 13-16!
Du erfährst hier auch, wie du einen sachlichen Brief von einem persönlichen Brief unterscheidest.
Außerdem: Was ist der Unterschied zwischen einem Brief und einer E-Mail?
Schau dir zum Thema
rhetorische Mittel
noch einmal den Input an -> Kategorie StilmittelWie du rhetorische Mittel in einen Appell integrierst, zeige ich dir auf den nächsten Seiten!
https://editor.mnweg.org/montessorischule-kaufering/dokument/appellative-texte-brief-und-e-mail
1. Fragen (Rhetorische Fragen)
Rhetorische Fragen sind Fragen, auf die keine Antwort erwartet wird, sondern die dem Leser oder Zuhörer eine Botschaft vermitteln sollen. Sie regen zum Nachdenken an und machen den Appell persönlicher.
Beispiel:
„Wie fühlt es sich an, wenn man in den Pausen keinen Ort hat, an dem man sich entspannen kann?“
„Warum sollten wir nicht die Chance nutzen, unsere Schule zu einem noch besseren Ort für uns alle zu machen?“
Wirkung:
Fragen lenken die Aufmerksamkeit auf ein wichtiges Thema und ermutigen die Lesenden, sich selbst zu hinterfragen und über Lösungen nachzudenken.
2. Anapher
Wiederholungen von Wörtern oder Satzteilen am Anfang von Sätzen oder Satzteilen können die Dringlichkeit oder Bedeutung einer Botschaft verstärken und den Text eindringlicher machen.
Beispiel:
„Wir brauchen mehr Pausenräume. Wir brauchen mehr Möglichkeiten, uns zu entspannen. Wir brauchen Orte, an denen wir uns erholen können.“
Wirkung:
Die Wiederholung betont die Wichtigkeit des Themas und bleibt im Gedächtnis der Lesenden.
3. Vergleiche und Metaphern
Vergleiche oder Metaphern machen komplexe oder abstrakte Ideen greifbar und können dazu beitragen, eine emotionale Verbindung zu schaffen.
Beispiel:
„Unsere Pausenräume sind wie verwaiste Inseln in einem weiten Ozean von Schülern. Wir brauchen mehr sichere Hafen, in denen wir uns zurückziehen und erholen können.“
Wirkung:
Metaphern helfen dabei, das Problem anschaulich darzustellen und ein stärkeres Bild zu erzeugen, das die Lesenden emotional anspricht.
4. Imperativ
Die Verwendung von Befehlsformen (Imperativ) kann die Dringlichkeit oder den Wunsch nach Veränderung unterstreichen.
Beispiel:
„Verändern wir gemeinsam unsere Pausenräume!“
„Lasst uns jetzt handeln, um die Schule für uns alle besser zu machen!“ -> kann man auch gut kombinieren mit einer Anapher: Lasst uns...! Lasst uns...! Lasst uns!
Wirkung:
Die Befehlsform macht den Appell energisch und zeigt, dass die Schüler*innen nicht nur um etwas bitten, sondern eine konkrete Veränderung fordern.
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Ziel definieren: Überlege dir, was du erreichen möchtest (z.B. Verbesserung der Pausenräume, Einführung eines Projekts) und an wen sich dein Appell richtet (z.B. Schulleitung, Lehrkräfte, Mitschüler*innen).
Hauptaussage formulieren: Was ist der Kern deines Appells? Was forderst du genau?
Starke Argumente und emotionale Ansprache: Nutze rhetorische Mittel, um deine Hauptaussage zu unterstützen und eine Verbindung zu den Lesenden aufzubauen. Überlege, wie du ihre Emotionen ansprechen kannst (z.B. durch bildhafte Sprache, persönliche Fragen oder direkte Ansprache).
Appellieren und Handlungsaufforderung: Beende deinen Appell mit einer klaren, handlungsorientierten Aufforderung. Nutze eine Mischung aus emotionaler und logischer Ansprache, um zu einer Entscheidung zu führen.
Die Selbstkontrolle zu beiden Aufgaben findest du im Deutschordner!
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